Positiv und überzeugend kommunizieren
Der eigene Betrieb und zukunftsfähiger Ackerbau im Dialog
Das IPZ auf Fortbildungskurs beim Kommunikationsworkshop des Netzwerks Leitbetriebe Pflanzenbau am 28. und 29. Januar 2025. Neben zehn weiteren Betrieben aus dem Netzwerk Leitbetriebe Pflanzenbau und dem Netzwerk Modell- und Demonstrationsbetriebe integrierter Pflanzenbau (MuD IPB) widmeten wir uns unter der Leitung von Heike Zeller (aHeu- regionale Vermarktungsstrategien) der Verbesserung unserer Kommunikationsfähigkeit. Das Ziel des Workshops war, die Arbeit im Betrieb wirkungsvoll und authentisch nach außen kommunizieren zu lernen.
Mit Fußpilzcreme und Läuseshampoo die Arbeit verständlich machen
Das Internationale DLG-Pflanzenbauzentrum (IPZ) ist selbst als Leitbetrieb Mitglied im Netzwerk Leitbetriebe Pflanzenbau und engagiert sich darin modernen, umwelt- und ressourcenschonenden Pflanzenbau für die Öffentlichkeitsarbeit erlebbar zu machen. Im Fokus des zweitägigen Kommunikationsworkshops im Schloss Buchenau stand vor allem die zentrale Frage: Wie können wir unsere landwirtschaftliche Arbeit positiv und überzeugend kommunizieren? Heike Zeller vermittelte dabei keine klassischen rhetorischen Regeln, wie etwa die richtige Hand- oder Körperhaltung, sondern gab praxisnahe Tipps, die den Teilnehmenden helfen sollten, ihre Botschaften authentisch und überzeugend zu vermitteln. Besonders wertvoll war der Austausch mit anderen Betrieben aus ganz Deutschland, der neue Perspektiven und Ideen eröffnete. Ein anschauliches Beispiel aus der Praxis war die Herausforderung, Kindern die Notwendigkeit und Wirkungsweise von Pflanzenschutz näherzubringen – etwa mithilfe von Fußpilzcreme und Läuseshampoo. Ein weiterer wichtiger Tipp war, sich in Gesprächen immer wieder in die Perspektive des Gegenübers zu versetzen oder „Anker zu setzen“. Dabei ging es nicht nur darum, die aktuelle Situation zu schildern, sondern auch aufzuzeigen, welche Entwicklungen und Pläne für die Zukunft bestehen.
Authentisch bleiben und Spaß haben
Ein zentrales Thema war zudem die Bedeutung der betrieblichen und persönlichen Authentizität. Um dies zu üben, beantworteten wir verschiedene Fragen mit selbst gemalten Bildern: Wie sieht das IPZ eigentlich aus? Was waren meine Gedanken vor dem ersten Arbeitstag am IPZ? Was sind die Besonderheiten, die das IPZ ausmachen? Wo sehe ich das IPZ und mich in drei bis fünf Jahren? Gar nicht so einfach, wenn für jede Frage nur eine Minute Zeit gegeben wird.
Was tun, wenn plötzlich ein Interview oder eine Diskussion ansteht? Die Antwort: Gute Vorbereitung, Ruhe bewahren und dabei Spaß haben. Diese drei Schlagwörter waren die besten Tipps, um in solchen Situationen souverän und überzeugend aufzutreten. Ein weiteres Ergebnis des Workshops war die Erstellung eines persönlichen Kommunikationsplans, in Form eines konkreten Leitfadens. Dieser hilft selbstgewählte Ziele einfacher zu erreichen und dabei zu berücksichtigen, was dafür benötigt wird.
Das Netzwerk Leitbetriebe Pflanzenbau setzt sich dafür ein, modernen, umwelt- und ressourcenschonenden Pflanzenbau zu kommunizieren und erlebbar zu machen. Rund einhundert Betriebe, sowohl aus der konventionellen als auch der ökologischen Landwirtschaft, sind Teil dieses Netzwerks und arbeiten gemeinsam daran, dieses Ziel umzusetzen.
Weitere Infos zum Netzwerk Leitbetriebe Pflanzenbau
Kontakt
Magdalena Höwer
Koordinationsstelle
Netzwerk Leitbetriebe Pflanzenbau
m.hoewer@dlg.org
Weiteres zu dem Netzwerk: praxis-agrar.de



